Ich stehe vor der schwierigen Aufgabe, eine Trauerfeier für ein Sternenkind vorzubereiten, und möchte den Eltern mit meinen Worten wirklich gerecht werden. Anders als bei einer klassischen Trauerrede gibt es kaum gemeinsame Erlebnisse oder eine lange Lebensgeschichte, auf die ich zurückgreifen könnte. Gleichzeitig möchte ich unbedingt vermeiden, dass meine Rede aus allgemeinen Trostfloskeln besteht oder den Schmerz der Familie unbeabsichtigt relativiert.
Wie kann ich eine persönliche und würdevolle Trauerrede gestalten, obwohl das Kind nur sehr kurze Zeit oder gar nicht außerhalb des Mutterleibs gelebt hat?